Diskriminierende Plakatwerbung für Hotline für Opfer häuslicher Gewalt

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Wer unsere Arbeit aufmerksam verfolgt weiß, daß „häusliche Gewalt“ als ein sich mit Trennungskonflikten sehr häufig überschneidendes Themenfeld zu unseren Handlungsschwerpunkten zählt. Insbesondere unter dem Aspekt steter Professionalisierung stellt es sich als Herausforderung dar, die teilweise massiven Defizite, Aussparungen sowie vielfach einseitig agierenden Interventionsstrukturen auf einer Ebene zu kommunizieren, die abweichende Positionen einschließt und eine sachliche Auseinandersetzung aller involvierten Fachkräfte ermöglicht.
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Sorgerechtsänderungen für unverheiratete Eltern noch nicht in Kraft

„… Die Berichterstattung zu den Änderungen des Sorgerechts hat es allerdings versäumt darauf hinzuweisen, dass dieses Gesetz durch den Beschluss des Bundestages noch nicht in Kraft ist.  Nach den Erfahrungen in den letzten Wochen haben allerdings zahlreiche unverheiratete Väter diesen Eindruck. Diese Väter müssen sich leider noch etwas gedulden, bis das neue Recht tatsächlich in Kraft ist und die derzeitige unklare Situation endgültig von einer gesetzlichen Regelung abgelöst wird. …“

Quelle / gesamter Artikel: Anwalt.de

„Die Träger bewilligen sich das Geld selbst“

Interessante Einsichten offenbart das jüngst erschienene Interview mit dem Berlin-Neuköllner Bürgermeister Heinz Buschkowsky zu Arbeit und Finanzierung in Kinder- und Jugendhilfe-Angelegenheiten:

„… nach dem Fall „Kevin“, als in Bremen ein zweijähriger Junge bei seinen drogenabhängigen Eltern ums Leben gekommen war, herrscht in den Jugendämtern die Angst, etwas falsch zu machen. Das führt zur Bewilligung von Hilfen nach dem Motto „Viel hilft viel“: Welchen Paragrafen des Kinder- und Jugendhilfegesetzes haben wir in dieser Familie noch nicht angewendet? Oder auch: Wenn die letzten zwei Therapien schon fehlgeschlagen sind, versuchen wir es eben ein drittes Mal. Und dann gibt es noch etwas ganz Komisches. Die Clearingphasen eines Falls, also die Ermittlung, was überhaupt los ist und was getan werden sollte, übernimmt nicht das Jugendamt, sondern ein freier Träger. Also einer derjenigen, der hinterher die Maßnahmen durchführt und das Geld dafür erhält, empfiehlt, was geschehen soll. Er bekommt zwar nicht den konkreten Fall, den erhält immer ein anderer. Aber beim nächsten Fall geht es andersherum. Das bedeutet nichts anderes, als dass die Träger sich das Geld selbst bewilligen. …“

Quelle / gesamtes Interview: Tagesspiegel

Presseerklärung zum Prüfungsverfahren der UN zur Arbeit deutscher Jugendämter

Wie bereits angerissen, engagiert sich unsere Initiative in enger Kooperation mit dem „Trennungsväter e. V.“ auf internationaler Regierungsebene für eine in vielen Fällen dringend notwendige Reformierung der Arbeit der Behörde Jugendamt insbesondere hinsichtlich unabhängiger Kontrollmechanismen. Das dieszügliche Engagement umfasst das Erstellen und Übersetzen von Berichten in zahlreiche Sprachen, die Korrespondenz mit Regierungsbehörden sowie die Information wichtiger Schlüsselmedien. Zur ausführlichen Presseerklärung geht es hier entlang.

„Der Streit um das Sorgerecht wird teurer“

„… Und der finanzielle Aspekt: Ist das Eilverfahren günstiger?

Bei Streitfällen über das Sorgerecht besteht grundsätzlich keine Anwaltspflicht. Die Gerichtskosten sind bei einem Eilverfahren und einem ordentlichen Verfahren in erster Instanz gleich hoch, sie liegen bei etwa 45 €uro. Die Anwaltskosten erhöhen sich jedoch von circa 250 €uro bei einem Eilverfahren auf cvirca 500 €uro bei einem ordentlichen Verfahren, weil in einem ordentlichen Verfahren immer auch eine mündliche Anhörung stattfindet.

Wenn die Eltern mit dem Ergebnis des Eilverfahrens nicht einverstanden sind, können sie dann noch ein ordentliches Verfahren vor dem Familiengericht führen?

Nein, dann müssen sie Beschwerde einlegen und das Beschwerdeverfahren wird vor dem Oberlandesgericht geführt. Dabei entstehen in etwa die gleichen Kosten wie bei einem ordentlichen Verfahren vor dem Familiengericht.

Bei dieser Kombination sind die Kosten also höher als bei einem ordentlichen Verfahren vor dem Familiengericht?

Genau. In diesem Fall wird der Streit ums Sorgerecht teurer. Ordentliche Verfahren vor dem Familiengericht werden dagegen meist schon in erster Instanz entschieden, ohne dass eine Beschwerde eingelegt wird. Die Eltern werden dabei persönlich angehört und haben das Gefühl, schon alles getan zu haben, was möglich war. In die nächste Instanz gehen dann nur noch wenige Wege. Wenn schon vorab klar ist, dass die Eltern sich auf dem schriftlichen Weg nicht einigen können, wäre das also günstiger, gleich ein ordentliches Verfahren zu führen. …“

Quelle / gesamtes Interview: Handelsblatt