Deutschlands Kinderfreundlichkeit europäisches Schlusslicht

Deutschland ist Europa´s Schlusslicht in Sachen Kinderfreundlichkeit. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern wurde mit jedem siebten die Zahl der Deutschen, die im eigenen Land Kinderfreundlichkeit wahrnehmen, deutlich niedriger ermittelt und ist damit in Jahresfrist sogar noch gesunken. Darüber hinaus ließ sich auch ein Gefälle zwischen Ost- und Westdeutschland sowie Stadt und Land ermitteln. Zur Auswertung der Untersuchung der „BAT-Stifung für Zukunftsfragen“ bitte hier entlang.

Diskriminierung auch bei Kindersparanlagen

Ein interessanter Nebenaspekt der im Bürgerlichen Gesetzbuch verankerten Sorgerechtsbestimmungen offenbarte sich jüngst einem nicht sorgeberechtigten Elternteil hinsichtlich seines Begehrens, für sein minderjähriges Kind eine Sparanlage anzulegen. Alle angelaufenen Bankinstitute verwiesen darauf, dass die Unterschriften vom/n sorgeberechtigten Elternteil(en) zu erfolgen haben und verschwiegen unterdes, dass auch der angesparte Betrag der Verfügung Alleinsorgeberechtigter unterliegt. In einer vorgenannten Erfahrungen folgenden Rücksprache konnte besagtes Elternteil allerdings auch in Erfahrung bringen, dass eine Mutter vor einigen Jahren mit der Aussage, sie sei alleinerziehend, sehr leicht und ohne Hinterfragung sorgerechtlicher Familienregelungen eine Sparanlage eröffnen konnte.

Nachtrag: der Rückruf einer Bank brachte die Erkenntnis, dass sich auf §1629 des BGB berufen wird.

Eine unbequeme Wahrheit

Als unbequeme Widerspiegelung alltäglicher und vielerorts vorzufindender Mechanismen auf dem Gebiet des Familienrechts galt offenbar der unlängst auf dem Onlineformat der „Gießener Zeitung“ veröffentlichte Artikel „Das Geschäft mit dem Kindeswohl“ der Psychologin Andrea Jacob, der trotz erheblicher Resonanz aufgrund der Intervention einer einzigen Profession wieder entfernt werden mußte. Die Hintergründe um den Artikel, verfaßt von Prof. Dr. Aris Christidis, wurden zunächst ebenfalls unter einem Link der „Gießener Zeitung“ publiziert, aber ebenfalls wieder entfernt. Eine Zusammenfassung der zensorischen Vorfälle findet sich nunmehr unter diesem Link.

„Das Geschäft mit dem Kindeswohl“

Ein ausnehmend deutlicher Artikel über die Mißstände und Ungleichheiten hinter den gesetzlich festgeschriebenen „Hilfen zur Erziehung“ wurde unlängst im Onlineformat der „Gießener Zeitung“ veröffentlicht, später aufgrund vom Druck mindestens einer Profession wieder offline genommen. Er ist dennoch weiterhin auf „Sozialenergie“ online:

„Ist eine Erziehung im Dienste des Kindeswohls in einer Familie nicht möglich, so hat diese gemäß § 27 ff. des VIII. Sozialgesetzbuches (SGB VIII) Anspruch auf „Hilfen zur Erziehung“, die das Jugendamt zu gewähren hat. Nutznießer dieser „Hilfen“ sind aber oftmals nicht die betroffenen Kinder und deren Familien, sondern die von den Kommunen beauftragten Freien Träger. So ist es evtl. kein Zufall, dass engagierte Vertreter dieser Träger in allen etablierten Parteien mitwirken, dort ihre Erfahrung einbringen und sich mit ihnen in die Stadt- und Kreisparlamente wählen lassen. Ihr Fachwissen nutzen die Parteien zum Wohle des Volkes, indem sie die verdienten und verdienenden Experten nach ihrer Wahl in die Jugendhilfeausschüsse der Kommunen entsenden. So ist es inzwischen keine Seltenheit, dass Funktionäre Freier Träger sich in den Jugendhilfeausschüssen Hilfemaßnahmen selbst bewilligen [1] [2]. Eine Interessenkollision ist dabei selbstverständlich ausgeschlossen: Fast alle Freien Träger sind als gemeinnützig anerkannte Einrichtungen (z.B. gGmbH). …“

Quelle / gesamter Artikel: Sozialenergie

Studie “Keine Lust auf Kinder? Geburtenentwicklung in Deutschland” erschienen

Das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung hat jüngst die Studie “Keine Lust auf Kinder? Geburtenentwicklung in Deutschland” veröffentlich und damit die Gründe zu hinterfragen versucht, weshalb Deutschland seit Mitte der 70er Jahre eines der weltweiten Schlusslichter hinsichtlich der Geburtenraten ist. Die Studie ist im Übrigen auch unter unserem Menüpunkt „Studien“ unter der Kategorie „Elternschaft / Familie“ hinterlegt.

Die wichtigsten Ergebnisse des Familienreports 2012

Die wichtigsten Ergebnisse des unlängst vorgestellten „Familienreports 2012“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend entnehmen Sie bitte diesem Link. Die oftmals insbesondere in der Vernetzungs-, Beratungs- und Selbsthilfearbeit auftauchenden teilweise frappierenden Mängel in der staatlichen Familienabsicherung finden allerdings keine Erwähnung.

Neue Unterhaltsleitlinien des OLG Jena für Thüringen

Wir verweisen im Folgenden auf den Artikel der Ostthüringer Zeitung vom 12. 01. 2013, der auf die aktuell verfaßten Thüringer Leitlinien des Oberlandesgerichtes Jena zu Unterhalt und Selbstbehalt zu sprechen kommt. Zum Artikel bitte hier entlang.