Unterhalt + Ungerechtigkeit

Hinsichtlich Kindesunterhaltsleistungen haben bei weitem nicht nur aufenthaltsbestimmungsberechtigte alleinerziehende Mütter Schwierigkeiten, ihre Leistungen zu erhalten. Frappierende Fälle werden immer wieder auch in Gesprächen mit Vätern bekannt, allerdings ganz anderer Natur.

So wurde uns von zwei Vätern bekannt, dass diese, trotzdem das Kind bei ihnen lebt, Unterhaltsleistungen an die Kindesmutter zu zahlen hatten und keinerlei amtliches Gehör angesichts dieser Doppelbelastung bekamen. Ein weiterer Vater musste auch dann noch Unterhalt leisten, als der Kontakt zum entführten Kind vollends unterbunden war, während selbige Mütter keinen Unterhalt für das zweite, beim Vater lebende Kind zu leisten verpflichtet war.

„Jungen leiden stärker unter Trennungen“

Die „Frankfurter Rundschau“ berichtete gestern über die Jungenkrise, die nicht unwesentlich mit fehlenden männlichen Rollenvorbildern sowie fehlenden Vätern in Zusammenhang steht. Ungewohnt deutlich kommt dieser Artikel auch auf die geschlechtlich einseitige Rolle der Jugendämter zu sprechen:

„Jährlich sind 200 000 Kinder in Deutschland von Trennungen betroffen. 90 Prozent leben anschließend bei der Mutter, jedes dritte Trennungskind verliert den Kontakt zum Vater. Dass Kinder unter Trennungen psychisch, gesundheitlich und sozial leiden, haben diverse Studien belegt. Vieles deutet nun aber darauf hin, dass Jungen stärker und negativer reagieren als Mädchen.
„Trennungsbedingte Risiken scheinen für Jungen besonders hoch zu sein“, sagte der Düsseldorfer Psychotherapeut Matthias Franz jüngst auf einem „Männerkongress“ am Uniklinikum Düsseldorf. Die Abwesenheit des Vaters habe lebenslange Folgen für die Gesundheit und den sozialen Erfolg. Jungen durchliefen in den ersten sechs Lebensjahren eine komplexere, störanfälligere Identitätsentwicklung. Franz nannte eine Reihe Studien, die in diese Richtung weisen. …“

Zum gesamten Artikel geht es hier entlang.

Kostenreduktion durch Heimunterbringung?

Wie eingehendere Ermittlungen eines sehr aktiven Mitglieds unserer Initiative sowie der „Piratenpartei“ aufzeigten, ist es keinesfalls Einzelfall, sondern vielmehr Markierung eines methodischen Vorgehens, Kinder in Fremdnetreuung zu verbringen statt wirksame Familienunterstützung zu leisten. In der Konsequenz einer solchen Heimförderungspolitik liegen uns nunmehr Meldung und Kostenüberschlag „Kostenreduzierung durch Heimunterbringung oder wirtschaftliche Interessen?“ der Altenburger Piratenpartei vor.

Gutachten oft schlampig erstellt

Wir hatten bereits am 05. 01.2012 ein Posting über die fragwürdige Berufsethik im familienrechtlichen Gutachterwesen verfasst und verweisen nunmehr auf einen im Februar diesen Jahres publizierten Artikel der „Süddeutschen Zeitung“. Die Erkenntnisse, auf denen dieser Artikel wie auch unzählige Leidenswege von Trennung und / oder Behördenwillkür betroffener Familienmitglieder basieren, sind beunruhigend: (mehr …)

Resultate der KiMiss-Studie liegen vor

Die Ergebnisse der sogenannten KiMiss-Studie der Medizinischen Fakultät der Universität Tübingen liegen nun vor. Die Ergebnisse sprechen für sich: 80% der Befragten gaben an, keine Möglichkeit einer gleichberechtigten und fairen Elternrolle eingeräumt zu bekommen, 70% beklagen eine Vorenthaltung relevanter Informationen sowie Behinderung oder gar Unterbindung der Kontaktaufnahme zum Kind. Zur Studienauswertung wählen Sie bitte diesen Link.

Bundestag beschließt Betreuungsgeld

Mit dem gestrigen Tag beschloß der Bundestag mehrheitlich die Einführung des Betreuungsgeldes, unter anderem berichtet die Welt darüber. Das Betreuungsgeld gestattet Eltern aus unserer Sicht Wahlfreiheit zwischen der Inanspruchnahme von Fremdbetreuung durch Kindertagesstätten oder der Chance, seine Kinder ein wichtiges Stück weit selbst ins Leben zu begleiten.
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Väterliche Zurückweisung für Kinder oft folgenreicher

Ein internationales Forscherteam fand unlängst beim Verfassen einer Meta-Studie (36 Einzelstudien, 10.000 Teilnehmer) heraus, daß väterliche Zurückweisung (bzw. Ausgrenzung) oftmals deutlich gravierendere Folgen für Kinder hat als mütterliche.
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