Zunehmende Sensibilisierung sozialer Printmedien

Offenbar richten insbesondere soziale Zeitungsprojekte bzw. Straßenzeitungen ihre Berichterstattung zunehmend auf die immer stärker zutage tretenden Problemlagen der bisherigen Gleichstellungspolitik. Während die Hamburger „Hinz & Kunzt“ zu keiner Zeit Zweifel daran läßt, welche Bevölkerungsgruppe hauptsächlich von Obdachlosigkeit betroffen ist und sich ein Ostthüringer Straßenzeitungsprojekt derzeit auf einen Bericht über unsere Initiative vorbereitet, läßt sich der jüngsten Ausgabe der Berliner Straßenzeitung „Strassenfeger“ ein Bericht über häusliche Gewalt gegen Männer entnehmen.

Obzwar der Artikel zahlenmäßig noch nicht völlig sattelfest ist und fälschlicherweise von lediglich 25% männlichen Betroffenen berichtet, ist sein Tenor dennoch sehr kritisch. Ein Auszug:

„… Vollzieht die prügelnde Ehefrau eine gerechte Strafe? Darf der Mann sich wehren? Tut er es, befindet sich umgehend die Frau in der Opferrolle. Diese Opferrolle der Frau wird im öffentlichen Diskurs gepflegt. Selbst wenn nicht von einer gezielten Aktivität gegen Frauen gesprochen werden kann, wird sie besonders hervorgehoben. Ein Schiffsunglück, 50 Personen ertrinken, darunter 17 Frauen und Kinder. Müssen die Frauen besonders hervorgehoben werden, weil ihr Tod ein besonderes Schicksal ist? Die 33 Männer sind nicht besonders erwähnenswert – warum haben sie nicht ordentlich schwimmen gelernt… …“

Der gesamte Artikel ist dem „Strassenfeger“ Ausgabe 22 / Oktober 2012 zu entnehmen.

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